Schulangst
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KrankheitsbildFamilienbegleitung

Schulangst

Eine mittlere Aufgeregtheit vor Prüfungen ist normal und sogar leistungsförderlich. Problematisch wird es, wenn Ängste das Handeln blockieren. Dann entsteht eine lähmende Angst, die in Teufelskreise mündet: Die Angst führt zu Vermeidung – und das Vermeiden verhindert, dass das Kind die Angst überwinden lernt.

Wie zeigt sich Angst?

Angst zeigt sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig — im Verhalten, im Denken und im Körper.

Verhalten

  • Rückzug, Vermeidung von Situationen
  • Erstarrung, „dichtmachen"
  • Manchmal auch aggressive Abwehr

Denken

  • „Ich schaffe es nicht!"
  • „Bei mir klappt nichts!"
  • Die Angst blockiert Konzentration und klare Gedanken

Körperliche Reaktionen

  • Schnellere Atmung, Herzklopfen, erhöhter Blutdruck
  • Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Harndrang
  • Schweißausbrüche, Schwindel, Muskelanspannung

Typische Auslöser im Schulalltag

  • Im Umgang mit anderen Kindern: Akzeptanz, Mobbing, Wettbewerb
  • Im Umgang mit Lehrpersonen: Autorität, Kritik, Bewertung
  • Im Leistungsbereich: Versagensangst, Prüfungsangst, Angst vor Auftritten

Schulphobie

Eine besonders schwere Form ist die Schulphobie — eine panikartige Angstreaktion mit hartnäckiger Schulverweigerung. Sie beginnt oft mit morgendlichem Trödeln und diffusen körperlichen Beschwerden. Hier ist frühzeitige professionelle Hilfe wichtig.

Was können Eltern tun?

  • Die Sorgen des Kindes ernst nehmen, ohne sie zu dramatisieren
  • Klein anfangen: kleine Schritte aus der Vermeidung heraus
  • Mit der Schule Kontakt halten
  • Bei anhaltender Schulverweigerung oder körperlichen Symptomen professionelle Hilfe holen

Kontakt aufnehmen

Bei Sorgen melden Sie sich gerne telefonisch unter 07021 46464 oder per E-Mail. Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter Patienteninformationen.